Partnerkreis
Kreis Valmiera nach oben  
Der Kreis Valmiera existierte seit 1783 als ein Teil des Vidzeme Gouvernements im zaristischen Russland. 1935 bestand der Kreis Valmiera aus 6 Städten und 50 Gemeinden. Er war der viertgrößte Kreis von der Fläche und der achtgrößte nach der Einwohnerzahl in Lettland. Am 31. Dezember 1949 wurde aus dem Kreis Valmiera der "Rajon Valmiera" gebildet, dessen Fläche kleiner wurde, da vom Kreis Valmiera die Kreise Limbaži und Rujiena abgetrennt wurden. Vom 7.April 1952 bis zum 21.April 1953 war der "Rajon Valmiera" Bestandteil des Bezirks Riga. Im Jahre 1959 wurde der "Rajon Valmiera" wieder um den Rajon Rujiena erweitert. Seit 1967 besteht der Rajon Valmiera in seiner heutigen Größe. Er befindet sich in Nordvidzeme und grenzt im Norden an Estland, im Osten an den Rajon Valka, im Süden an den Rajon Cesis und im Westen an den Rajon Limbaži. In Ipiki, an der Grenze zu Estland ist der nördlichste Punkt der Republik. Der Kreis Valmiera ist 2.373 qkm groß, das sind 3,7 % der Gesamtfläche der Republik Lettlands. Im Kreis Valmiera befinden sich 3 Städte - Valmiera, Rujiena, Mazsalaca - und 21 Gemeinden. Die Zahl der Bevölkerung des Kreises beträgt 60.174 (laut Statistik 2001), d.h. 2,5 % der Gesamtzahl der Bevölkerung Lettlands. Die durchschnittliche Dichte beträgt 25,4 Einwohner/qkm. Der nationale Bestand sah Anfang 2001 im Kreis Valmiera wie folgt aus: 82,8 % Letten und 11,1% Russen, auch Weißrussen, Ukrainer, Polen, Litauer u.a. Nationalitäten.

Fast das gesamte Kreisgebiet befindet sich im Anstieg von Nordvidzeme. Die durchschnittliche Höhe liegt zwischen 40 und 80 m über dem Meeresspiegel, die höchste Erhebung ist der Hügel Zilaiskalns (127 m über dem Meeresspiegel). Durch den östlichen Teil des Kreises fließt die Gauja (41 km), durch den nordöstlichen Teil die Salaca. Der größte See, der Burtnieku-See, hat eine Fläche von 40 qkm. 38,1% der Kreisfläche sind Ackerland, 47 % Wald und 9 % Sumpf. Die wichtigsten Bodenschätze sind Ton, Sand, Kies, Torf, Süßwasserkalk und Sapropel.
Daneben gibt es auch Mineralwasserquellen. Im Kreis Valmiera liegen auch der Gauja-Nationalpark (er nimmt 4,3 % des Territoriums des Kreises ein) und das Naturschutzgebiet Nordvidzeme, das sich über 76,3 % des Kreisgebietes erstreckt. Durch den Kreis Valmiera verlaufen zwei Bahnlinien: Riga-Lugaži und Riga-Aloja-Ipiki. Die letztgenannte Strecke ist seit 1996 stillgelegt. Der Kreis Valmiera verfügt über ein gutes Straßennetz, auch überregionale Straßen wie die A 3 führen durch den Kreis. Ferner wird der Kreis Valmiera von der Erdgaslinie Baranovici-Tallin durchquert.


Stadt Valmiera nach oben  
Stadt Valmiera und ihre Geschichte

Im 11. Jahrhundert befand sich die Stadt Valmiera im von alten Latgallen bewohnten Gebiet von Talava. Sie lag an der großen Handelsstraße, die von der Rigaer Bucht aufwärts der Gauja verlief. In Valmiera teilte sich die Handelsstraße in zwei Richtungen, eine führte nach Pskow und Nowgorod, die andere nach Dorpart. 1224 kam Valmiera unter die Herrschaft des Schwertbrüder-Ordens, der in Valmiera eine Burg errichtete. 1283 begann man mit dem Bau der St.Simons-Kirche. Den wirtschaftlichen Aufschwung erreichte Valmiera im 14. und 15. Jahrhundert, die Stadt wurde Mitglied der Hanse.

In den verschiedenen Jahrhunderten wurde der Name der Stadt unterschiedlich geschrieben - Wolmaria, Wolmahr, Waldemer, Wolmar. Im 19.Jahrhundert erfuhr die Stadt eine starke wirtschaftliche Entwicklung. Kennzeichnend für diese Periode ist der Bevölkerungszuwachs: 1820 lebten in Valmiera 529 Einwohner, aber 1897 schon 5050. 1921 wurden der Stadt Valmiera die Orte Pargauja und Karliena hinzugefügt, die von der Gemeinde Kauguri abgetrennt wurden. In den 20er und 30er Jahren, nach der Gründung der Republik Lettland wird Valmiera zum bedeutenden Verwaltungs-, Wirtschafts-, Bildungs-, Kultur- und Sportzentrum von Nordvidzeme. 1944 fiel 1/3 der Stadt den Flammen zum Opfer, darunter auch fast das ganze historische Zentrum.

Stadt Valmiera heute

Valmiera ist die größte Stadt von Vidzeme, deren Fläche 18,2 qkm beträgt. Sie liegt an der Kreuzung mehrerer wichtigen Verkehrsstraßen, 108 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Riga, 70 Kilometer von der Rigaer Bucht und 50 Kilometer von der Grenze Estlands. Einer der schönsten Flüsse Lettlands, die Gauja, die 8 Kilometer durch Valmiera fließt, teilt die Stadt. Die größten und schönsten Naturbereiche sind die wenig bebaute Umgebung der Gauja, der Bach Ratsupite und der Bach Gime. Der Uferbereich der Gauja und die vielen Wälder in und an der Stadt dienen den Einwohnern zur Erholung. Auch Sport- und Kulturveranstaltungen werden hier in der Natur durchgeführt.

In der Stadt Valmiera wohnen 27.442 Menschen, d. h. 48 % der Gesamteinwohnerzahl des Kreises Valmiera. Mit Ende der 90-er Jahre begann in der Stadt eine rege Bautätigkeit. Seit dieser Zeit werden viele Häuser saniert, neue Einfamilienhäuser gebaut und mehrere Industriebereiche umstrukturiert. Im Laufe der letzten Jahren sind in der Stadt wichtige Objekte verwirklicht worden, wie z.B. das Hotel Wolmar, das Berufsbildungszentrum Vidzeme, die Einstufenproduktionsstätte bei der Glasfaserherstellung, sowie einige Fachgeschäfte und Autohäuser. Die Entwürfe für die Neubauten stammen von Architekten aus Valmiera; es werden die klassischen Formen herausgehoben und mehr Holz als Baumaterial (Fenster und Türen) verwendet.

Bedeutende Projekte für die Zukunft sind schon geplant, als größtes ist der Bau des Olympischen Zentrums zu erwähnen. Valmiera ist ein bedeutendes Verwaltungs-, Wirtschafts-, Kultur- und Bildungszentrum in Vidzeme. In Valmiera befinden sich wichtige regionale Institutionen wie z.B. das Unternehmensregister, das regionale Staatsarchiv, das Umwelts- und Gesundheitszentrum, die Naturalisationsverwaltung, die Industrie- und Handelskammer, das Grundbuchamt, die Militärdienstabteilung, die Entwicklungsagentur von Vidzeme u.a.

Valmiera als Hansestadt

Valmiera war im 14./15.Jh. ein aktives Mitglied des Hansebundes. Die Stadt lag an der wichtigen Handelsstraße von Riga nach Nowgorod und Pskow. Begehrte Handelswaren waren Metall, Honig, Wachs, Leinen und Hanf. Wegen der günstigen Lage spielte Valmiera eine wichtige Rolle in der Livländischen Zeit. In der Ordensburg Valmiera fanden zwischen 1385-1500 über 32 Hansetage statt. Es wurden vorwiegend Handelsfragen zwischen den Hansestädten erörtert. Auch heutzutage nimmt Valmiera als ein aktives Mitglied des Hansebundes an den internationalen Hansetagen teil.

Partnerstädte der Stadt Valmiera

Hoje-Taastrup (Dänemark) - der Partnerschaftsvertrag besteht seit 1995. Eine aktive Zusammenarbeit wird zwischen den Musikschulen Valmieras und Hoje-Taastrups gepflegt. Auch die Viesturs-Mittelschule hat bereits eine langjährige Zusammenarbeit mit Dänemark.
Marly (Frankreich) - der Partnerschaftsvertrag wurde 1992 geschlossen. Marly hat bisher im wesentlichen das Krankenhaus Valmiera unterstützt.
Pskow (Russland) - der Partnerschaftsvertrag von 2001 beinhaltet die Zusammenarbeit auf den Gebieten der Wirtschaft, des Tourismus und der Kultur.
Solna (Schweden) - der Partnerschaftsvertrag existiert seit 1991. In der Zusammenarbeit mit Solna wurden die internationale Konferenz "Valmiera Forum" ins Leben gerufen und ein Lions-Club gebildet. In Angriff genommen wurde auch ein Projekt "Jugend gegen Drogen".
Viljandi (Estland) - der Partnerschaftsvertrag wurde 1992 geschlossen. Es wurden Erfahrungsaustauschmaßnahmen sowie die Durchführung gemeinsamer Kultur- und Sportveranstaltungen und Ausstellungen vereinbart. Zusammen mit der Partnerstadt Viljandi, auch ein ehemaliges Mitglied der Hanse, nimmt Valmiera alljährlich an den kleinen Hansetagen teil. Zdunska Vola (Polen) - 2002 wurde ein Protokoll über die Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Bildung unterschrieben.
Bürgermeister Maris Kucinskis hat zusammen mit dem Männerchor "Baltie berzi" im August 2000 Kontakt mit Letten im Dorf Augšbebri Gebiet Omsk, in Sibirien aufgenommen. Es wurde ein Verein mit dem Namen "Unterstützung der Letten in Sibirien" e.V. gegründet.
Ferner bestehen partnerschaftliche Beziehungen zu der Stadt Halle/Westf. im Kreis Gütersloh/Deutschland.
Wirtschaft nach oben  
Der Kreis Valmiera gehört zu den bedeutendsten Industriekreisen der Republik Lettland. Die Industrie konzentriert sich vorwiegend in der Kreisstadt Valmiera. Die Volkswirtschaft der Stadt, gestützt seit Jahrzehnten auf dem starken Industriepotential mit stabilen Arbeitsplätzen, bildet die Grundlage zur Entwicklung anderer Bereiche.

Bedeutende Industrieunternehmen des Kreises

"Valmieras Stikla Škiedra" AG. Das Werk wurde 1959 gebaut. Seit 1963 war es die einzige Glasfaserherstellung in den baltischen Republiken. In der Firma sind über 1000 Mitarbeiter beschäftigt. 1996 wurde das Werk als AG mit mehr als 1.800 Aktionären gebildet. Hauptaktionär ist die Glasseiden GmbH Oschatz der deutschen Firmengruppe Jürgen Preiss-Daimler. Mehr als 97% der Glasfaserproduktion wird in 29 Staaten exportiert. Die Artikel der AG sind bekannt in Europa, in den USA, in Japan und Südafrika. Im Jahr 2000 hat das Unternehmen das Zertifikat der Gruppe A vom deutschen Zertifikatszentrum DQS erhalten. Dadurch wird bestätigt, dass die Produktion des Unternehmens dem EU-Standard entspricht.

"Valpro Corporation" AG. Es ist eines der größten Metallverarbeitungsunternehmen in Lettland. Das Unternehmen produziert Feuerlöscher und Benzinkannister. Heutzutage werden 92% der Produktion in den Westen exportiert. Die Qualität der Produktion entspricht dem Standard ISO 9001. Im Unternehmen sind 325 Mitarbeiter (2001) tätig.

Die größten Lebensmittelunternehmen

"Valmieras piens" AG. Die Molkerei ist das zweitgrößte Milchverarbeitungsunternehmen in Lettland. Das Warenzeichen Valmiera wird als Firmenzeichen der Produktion der Firma Valmieras piens verwendet. Sehr beliebt ist auch das Eis aus der ehemaligen Molkerei in Rujiena, die heute zur Molkerei Valmiera gehört. Die Molkerei Valmiera produziert qualitative Milchprodukte. Bezogen wird die Milch von Landwirten aus der Region Vidzeme. Die Produktion wird nach Deutschland, Holland, Dänemark, Belgien, Kanada, Frankreich, in die USA u.a.Länder exportiert. "Valmieras galas kombinats", Abteilung von Trials GmbH ist ein wichtiges Fleischverarbeitungsunternehmen.

Neben den älteren Unternehmen haben sich neue Unternehmen der verschiedensten Branchen gebildet, die heute erfolgreich arbeiten. Die Tätigkeit des ehemaligen Brotkombinats wird durch die Firma "Valmieras maiznieks" fortgesetzt. Die Produktionen der Bäckerei "Ieva" und der Bäckerei "Liepkalni" sind nicht nur in Valmiera bekannt und beliebt, sondern auch in nah und fern. Auch der Handel hat sich in Valmiera gut entwickelt. Es gibt über 90 Lebensmittelgeschäfte und über 130 Industriewarengeschäfte.

Die regionale Konsumgenossenschaft Valmiera GmbH, gegründet 1898, ist eine der ältesten und stärksten Konsumgenossenschaften in Lettland. Für die Gesellschaft arbeiten heute über 350 Mitarbeiter. Sie ist der größte Warenanbieter in Vidzeme. Die Gesellschaft unterstützt die einheimische Wirtschaft, indem sie Waren vertreibt, die zu 80 % in Lettland produziert werden. Allmählich werden in Valmiera auch ausländische Supermärkte eröffnet.

Das Bauwesen.
Im Kreis Valmiera gibt es die Abteilung der Assoziation der lettischen Bauunternehmer. Die größten Bauunternehmen sind "SCO Centrs" AG, "Ekers"GmbH, "Vidzemes Energoceltnieks"GmbH, "Renesanse"GmbH, "Grods" GmbH, "Bazalts"GmbH.

Die Abfallwirtschaft Ziemelvidzeme e.V. GmbH wurde von 82 Kommunen aus Nordvidzeme gegründet, die die Abfallentsorgung in Vidzeme gewährleistet. Die Hauptaufgabe der Gesellschaft ist das Einsammeln und Sortieren verschiedener Abfälle: Hausmüll, Bauschutt, Gartenabfälle u.a. Eine neue Mülldeponie entsprechend den EU-Anforderungen wurde eingerichtet. Die Gesellschaft kümmert sich auch um die Stärkung des Umweltbewußtseins in der Gesellschaft. Die "VLT"GmbH beschäftigt sich mit der Verarbeitung des Altpapiers. Es werden hier Eierwaben produziert, die nach Litauen, Estland und Polen exportiert werden.

Die Beförderung von Fahrgästen und die Durchführung des Frachtverkehrs wird von zwei Firmen wahrgenommen: "Auttra" GmbH und "VTU Valmiera". Die "VTU Valmiera" ist eines der ältesten Transportunternehmen in Lettland, das 1945 gegründet wurde. In den 80er Jahren war es das zweitgrößte Transportunternehmen in Lettland. Der Buspark wird regelmäßig modernisiert, ständig werden neue Busse der Marken Mercedes, Volvo und Scania angeschafft, so dass die Touristen in Bussen befördert werden können, die dem EU-Standard entsprechen. Im Unternehmen sind über 350 Mitarbeiter tätig.

Das Handwerk.
Die Handwerkskammer in Valmiera ist sehr aktiv. In Valmiera kann man die Gesellenprüfung ablegen und auch den Meisterbrief erwerben. Im Handwerkerpark wird jedes Jahr das internationale Handwerker-Fest organisiert. Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Unternehmen werden durch die enge Zusammenarbeit mit Solna/Schweden, Kreis Gütersloh/Deutschland, IHK Lodza/Polen, IHK Nowgorod, Pskow/Russland, IHK Tartu und Stadtverwaltung Viljandi/Estland, IHK Kaunas und Stadtverwaltung Kaunas/Litauen gefördert. Zur Tradition sind das Valmiera-Forum und die Business-Tage in Valmiera geworden. Die Unternehmertätigkeit wird von verschiedenen öffentlichen Organisationen aktiviert und organisiert: vom Direktorenrat, Club 13, Ozols, Club der kleinen und mittleren Unternehmen, von der Assoziation der Kaufleute von Vidzeme und von der Assoziation der lettischen Bauunternehmer.
Bildung nach oben  
Der Kreis Valmiera bietet verschiedene Möglichkeiten an, eine gute Bildung zu erhalten - von der Vorschule bis zur Fachhochschule. Der Kreis Valmiera verfügt über 17 Kindergärten und 3 Sonderkindergärten. Im Kindergarten "Spriditis" ist das Sprachheilzentrum Valmiera eingerichtet. Im Kreis gibt es 8 Grundschulen, 12 Hauptschulen und 10 Mittelschulen, darunter zwei Gymnasien in Valmiera. Für eine gute berufliche Ausbildung sorgen das Berufsgymnasium Valmiera, die Berufsschule Nr. 36 Valmiera und das Berufsgymnasium Rujiena. In der Fachhochschule Vidzeme kann man Wirtschaft und Management, neue Technologien, Kommunikation und gesellschaftliche Beziehungen, Politik und Tourismus studieren.

Immer mehr wird an Erwachsenenausbildung gedacht; sowohl Kommunen als auch Unternehmer unterstützen die Erwachsenenausbildung. Das Berufsbildungszentrum Vidzeme, das mit Hilfe des Landes Nordrhein-Westfalen in Deutschland eingerichtet wurde, bietet Fortbildungs- und Umschulungskurse in Metallverarbeitung, im Bauwesen, in den neuen Technologien, in der Stromversorgung usw. an. Fortbildungskurse für die Erwachsenen werden durch die Austrumvidzeme GmbH, im Umschulungszentrum von Anita Bedrite, in der Volksschule Rujiena und in der Volksuniversität Murmuiža angeboten.

Das Jugendzentrum "Vinda", das Zentrum der jungen Techniker und die Sportschule stehen allen Jugendlichen zur Freizeitgestaltung zur Verfügung. Wer musikalische oder künstlerische Begabungen hat, ist herzlich willkommen in der Kunstmittelschule Valmiera, in den Kunstschulen Mazsalaca und Rujiena, sowie in den Musikschulen Valmiera, Mazsalaca und Rujiena.
Gesundheitswesen nach oben  
Im Kreis Valmiera gibt es drei Krankenhäuser, und zwar in Valmiera, Rujiena und Mazsalaca. Das Krankenhaus Valmiera ist das größte zertifizierte Krankenhaus in Vidzeme, in dem umfangreiche ärztliche Hilfe in den verschiedensten Bereichen geleistet wird. Das Krankenhaus wurde ursprünglich als ein regionales Krankenhaus gebaut. Im Krankenhaus sind über 80 Ärzte und 200 Arztgehilfen und Krankenschwestern tätig. Das Krankenhaus hat 320 Betten und verfügt über 15 verschiedene Abteilungen. Die Laboruntersuchungen erfolgen durch zwei eigene zertifizierte Labore. Es werden auch verschiedene Diagnoseuntersuchungen durchgeführt. Das Krankenhaus Valmiera verfügt über ein regionales Zentrum der perinatalen Betreuung. Im Dezember 2000 wurde dem Krankenhaus Valmiera die Auszeichnung "Babyfreundliches Krankenhaus" vom internationalen Ausschuss verliehen. Der medizinische Dienst des Kreises besteht aus 5 Gruppen in Valmiera, Mazsalaca und Rujiena, wobei in jeder Gruppe ein Arzt tätig ist. Der Anruf bei der medizinischen Hilfe läuft zentral in Valmiera ein.
Soziale Betreuung nach oben  
Die Mitarbeiter der Sozialabteilung des Kreisrates Valmiera sowie der Kommunen helfen in Krisensituationen geratenen Menschen. In Zusammenarbeit mit den Abteilungen des Lettischen Roten Kreuzes in Valmiera, Mazsalaca und Rujiena sind Betreuungszentren entstanden. In den Räumlichkeiten des Krankenhauses Valmiera sind die Abteilungen der kurzzeitigen Sozialbetreuung, der Rehabilitation und der kurzfristigen Kinderbetreuung in Krisensituationen eingerichtet worden. Mit den sozialen Fragen der Familien und Kinder beschäftigt sich ein Jugendzentrum in Zusammenarbeit mit der Polizei. Valmiera verfügt über zwei soziale Einrichtungen.

Zur sozialen Betreuung wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die aus 13 eingetragenen Vereinen besteht (der Rentnerrat, der Invalidenverein, der Diabetikerverein, das Lettische Rote Kreuz Abteilung Valmiera etc.). In Valmiera wurde eine Suppenküche für Kinder eingerichtet; den Rentnern steht das Tageszentrum "Atvasara" zur Verfügung.

Das Altenheim Valmiera ist ein kommunales Betreuungszentrum für alte Menschen und Pflegebedürftige. Zur Zeit wird das Gebäude umgebaut und renoviert, wobei der Stadtrat Valmiera und der Partnerkreis Gütersloh/Deutschland eine wichtige finanzielle Unterstützung leisten. Daneben nimmt das Altenheim Valmiera die Tagespflege wahr. 12 Mitarbeiter/innen betreuen über 70 alleinstehende pflegebedürftige Menschen. In der Gemeinde Jeri befindet sich das staatliche Betreuungszentrum "Ruja" für Gemütskranke. Im Waisenhaus "Pargauja" werden Waisen und Kinder untergebracht, deren Eltern das Sorgerecht entzogen worden ist.
Tourismus nach oben  
Valmiera ist eine gastfreundliche Stadt. Die Gäste können sich hier einerseits an der Gauja erholen und andererseits die Kultur und die Geschichte der Stadt im Rahmen von Folklorefesten und des Simjuda-Marktes kennenlernen und erleben. Die Stadt bietet zahlreiche Kunst-, Musik- und Sportveranstaltungen an. Im Kreis Valmiera gibt es viele sehenswerte Orte. Der Kreis wird zu der ältesten bewohnten Region Nordeuropas gezählt. Die erste Fischersiedlung am Burtnieku-See gab es schon im 5. - 2. Jahrtausend v. Ch.

Das Informationszentrum Valmiera gibt Touristen Auskünfte über Übernachtungsmöglichkeiten, Ausflüge und Sehenswürdigkeiten. Dieses Zentrum erarbeitet aber auch immer wieder neue Touristenprogramme, sammelt Informationen zum Thema Tourismus und wertet diese aus. Es werden Radtouren und Bootsfahrten auf der Gauja und der Salaca angeboten, Skilaufen, Reiten, Angeln organisiert, und auch Seminare und Tagungen durchgeführt. Zahlreiche Radtouren und Bootsfahrten werden vom Erholungs- und Tourismuszentrum "Eži" angeboten. Man kann nach Brenguli, zum Vaidava-See oder nach Sietiniezis im Nationalpark Gauja fahren. Die beliebteste Tour für Wassertouristen ist die Gauja abwärts von Strenci nach Valmiera. Im Tourismuszentrum kann alles ausgeliehen werden, was man für eine Bootstour benötigt. Im Kreis Valmiera kann man die Schönheit der Natur genießen - die Hügel wechseln mit Tälern, den Straßen entlang spazieren Storchfamilien; keine Seltenheit sind Hasen und Rehe. Den Alltag der Letten erlebt man am eindrucksvollsten auf einem Bauernhof. Hier werden lettische Spezialitäten angeboten, so z. B. selbst angebaute Kartoffeln mit Schweinerippe. Die Gastfreundlichkeit und die ländliche Ruhe fasziniert jeden Besucher.
Kultur nach oben  
Der Kreis Valmiera ist bekannt für seine Kulturtraditionen und zahlreichen Veranstaltungen. Das Valmiera-Drama-Theater, das einzige professionelle Theater in Vidzeme besteht seit 1919. Das Theater erfährt eine hohe künstlerische Anerkennung. Die Aufführungen werden von jung und alt gern besucht. Alle drei Jahre wird in Valmiera das Rudolfs-Blaumanis-Fest durchgeführt. Daran nehmen nicht nur die lettischen Theater teil, sondern auch Theater aus anderen baltischen Staaten und Russland. Die Laienkunstgruppen des Kulturhauses Valmiera haben über tausend Mitglieder. Das Volkstanzensemble "Gauja", die Tanzgruppen "Agra rusa" und "Pastalnieki", der Männerchor "Imanta", der gemischte Chor "Valmiera", der Frauenchor "Jumara" und das Blasorchester "Signals" sind bekannt sowohl in Lettland als auch im Ausland. Das Kulturhaus Valmiera organisiert Stadtfeste, Kultur- und Sportveranstaltungen. Es bietet Festveranstaltungen und Ausstellungen an. Der große Saal des Kulturhauses verfügt über 700 Sitzplätze. Seit der Renovierung zählt der Saal aufgrund seiner hervorragenden Akustik zu den besten Konzertsälen Lettlands. Es finden häufig Konzerte der klassischen Musik statt.

Eine besondere Rolle im Kulturleben spielen die Kunstschulen in Valmiera, Rujiena und Mazsalaca. Die Kunstmittelschule Valmiera ist die einzige in Vidzeme, die den Jugendlichen professionelle Kunstausbildung anbietet. Die Jugendlichen werden für das Kunst-, Architektur- und Pädagogikstudium an der Hochschule vorbereitet. In der Kunstmittelschule lernen ca.300 Jugendliche aus der gesamten Region Vidzeme in den Studienrichtungen Umwelt- und Textildesign, Keramik und Lederverarbeitung. Die Schule organisiert Ausstellungen in der Galerie "Laipa", im Heimatmuseum Valmiera, im Rahmen der Kunsttage in der Stadt Valmiera. Jeden Sommer findet in Valmiera die internationale Sommerakademie statt. Die Schüler und Schülerinnen nehmen an Ausstellungen und Wettbewerben nicht nur in Lettland, sondern auch im Ausland teil - die internationale Ausstellung der "Malerei und Tagung (2002)", "2000 Bilder für das Jahr 2000" in Weimar (1999), "Child Art2000" in Washington und Riga (1999 u. 2000).

Die Musikschule Valmiera prägt seit mehr als 80 Jahren das Kulturleben der Stadt. Das alljährige Festival der alten Musik, die Tage der lettischen Musik im April, die Gartenkonzerte im Sommer sowie zahlreiche Konzerte in der Schulaula sind beliebt unter Musikern und Musikfreunden. Die Schüler und die Lehrer musizieren gemeinsam im Kammerorchester der Schule.

Der Kreis Valmiera verfügt über 30 Bibliotheken. Die zentrale Bibliothek in Valmiera koordiniert die Arbeit aller Bibliotheken und pflegt den Katalog der ausleihbaren Medien, der der Bevölkerung seit dem Jahr 2000 über das Internet zugänglich ist. Die zentrale Bibliothek Valmieras und die Bibliothek der Fachhochschule Valmiera arbeiten ebenfalls eng zusammen, um den Bewohnern von Stadt und Kreis ein Höchstmaß an Informationen zur Verfügung stellen zu können. Im Kreis Valmiera gibt es mehrere Museen. Das Heimatmuseum Valmiera verfügt über eine reiche Sammlung von Kulturwerten. Die Mitarbeiter des Museums organisieren interessante Veranstaltungen wie z.B. den Simjuda Markt, die internationalen Museentage, die Modeschau im historischen Kontext uvm. Das Museum Valmiera ist auch als Ausbildungseinrichtung anerkannt. Auch andere Museen des Kreises - das Heimatmuseum Mazsalaca, das Heimatmuseum Rujiena, das Pferdezuchtmuseum in der Gemeinde Burtnieki und das Sängerfestmuseum in der Gemeinde Dikli - organisieren verschiedene Veranstaltungen und Ausstellungen.

Eine wichtige Rolle für das Stadtleben Valmieras spielt das Kino. Die neuesten Filme kommen sehr schnell von Riga nach Valmiera. Zusätzlich werden besonders ausgewählte Filme für die Kinder und die Schuljugend angeboten. Sehr populär sind das Rockfestival Valmiera und das Festival der Schlagermusik.

In der Galerie "Laipa" stellen vorwiegend lettische Künstler aus. Es werden auch Ausstellungen ausländischer Künstler in Zusammenarbeit mit den Botschaften und den ausländischen Partnerstädten und Partnerkreisen gezeigt. Alljährlich wird eine Wettbewerbsausstellung "Die Landschaft von Vidzeme" durchgeführt. Auch das Stadtmalerprojekt findet eine breite Anerkennung. Eine wichtige Kulturveranstaltung war der Besuch des norwegischen Seefahrers T.Heyerdahl und seiner Expedition "Kon-Tiki", "Ra", "Tigris" im September 1998 in Valmiera. T.Heyerdahl und V.Vintere, Beauftragte des Kreises Valmiera haben die Ausstellung eröffnet, die durch Informationsveranstaltungen abgerundet wurde.

Die Schulen der Region Vidzeme arbeiten unter der Leitung von V.Vintere an einem internationalen Projekt mit dem Titel "Die neue und alte Polargeschichte".
Sport nach oben  
Valmiera ist eines der bedeutendsten Sportzentren Lettlands. Schon in den 20er Jahren des 20.Jahrhunderts hat der mehrmalige Champion im Gehen, Janis Dalinš, den Namen Valmieras und Lettlands in die Welt getragen. Die nationale Sportanlage, das Janis Dalinš Stadion mit 1200 Plätze, ist sehr beliebt unter Sportlern, insbesondere bei den Leichtathleten. Die Ruderslalom-Strecke "Kraces" ist für seinen hohen Standard in Lettland bekannt. Die BMX-Strecke des SCO Centrs in der Gemeinde Valmiera wurde nach den Plänen des bekannten Sportlers Ivo Lakucs eingerichtet. Diese Strecke ist europaweit anerkannt. Alljährlich werden zahlreiche Sportveranstaltungen organisiert, wie z.B. der Wettkampf um den Pokal der lettischen Staatspräsidentin in der Leichtathletik, der A.Fadejeva-Wettkampf im Gehen, Adidas Streetball, der Motocross um den "Gauja Cup", Meisterschaftsspiele im Basketball, Floorball, Fußball sowie Meisterschaften in der Leichtathletik, im Ruderslalom und im BMX-Fahren. Populär sind auch die Reiterwettkämpfe um den "Burtnieku Cup", der Angelsport und Federball. Einen hohen Stellenwert hat neben dem Leistungssport auch der Breitensport als Beitrag zur Gesundheitsförderung. In Valmiera wohnt der Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele in Sydney im Gehen, Aigars Fadejevs. Aus Valmiera kommen auch bekannte Sportler wie Jolanta Dukure, Ivo Lakucs, Arvis Piziks, Ainars Kiksis und Marcis Rullis.

Zur Zeit wird in Valmiera ein olympisches Sportzentrum für die Sportarten Eishockey, Basketball und Leichtathletik errichtet. Es soll aber auch für große Konzertveranstaltungen und Ausstellungen genutzt werden.
Partnerschaften nach oben  
Neben der seit 1982 bestehenden Partnerschaft zwischen dem Kreis Gütersloh /Deutschlan haben 2001 der Kreis Valmiera und das Gebiet Oppland in Norwegen einen Partnerschaftsvertrag über den Kulturaustausch,die Bildung und die wirtschaftliche Zusammenarbeit unterzeichnet. Eine enge Zusammenarbeit besteht auch mit dem Gebiet Akerhus in Norwegen. Während bei der Renovierung des Gefängnisses von Valmiera die norwegische Haftanstalt Ila geholfen hat, wurde das Bildungsprojekt im Gefängnis durch die Mittelschule Rud in Norwegen begleitet. Gemeinsam wird ein Zentrum für entlassene Strafgefangene zur Integrierung in die Gesellschaft eingerichtet. In den Gymnasien Valmiera und Pargauja wird Norwegisch als Fremdsprache unterrichtet.


Stadt Mazsalaca nach oben  
Fläche - 8 qkm, mit ländlichem Umland, 70 qkm
Einwohner - 1742 (zusammen mit ländlichem Umland 2812)
Mazsalaca (deutsch - Salisburg) hat sich nach 1864 gebildet. In dieser Zeit wurde die erste Brücke über die Salaca gebaut; im Dorf hat sich rasch Handwerk und Handel entwickelt. Hier befanden sich die einzige Kirche der Gemeinde und der Friedhof. 1928 wurde Mazsalaca das Stadtrecht verliehen. Das heutige Mazsalaca, von Touristen beliebt, ist eine in blühenden Gärten versunkene Kleinstadt im nördlichen Teil von Vidzeme. Das Salaca-Tal von Mazsalaca bis zur Ostsee ist ein Naturpark, der auf seiner Länge von 12 km von Waltenberg bis zur Mündung der Nikuce reich an unter Naturschutz stehender Baudenkmäler ist. Der schönste Ort ist der Naturpark im Salaca-Tal, wo im westlichen Teil von Mazsalaca der Park Skanaiskalns beginnt. Die Bildhauer der Studios der angewandten Kunst "Cere" und "Dzine" haben 60 Holzfiguren am Zwerg-Pfad und Kurbads-Pfad im Park Skanaiskalns und im Schlosspark Waltenberg ausgestellt. Am rechten Ufer der Salaca sind die Vilkacu-Kiefer, der Nelkenfelsen und die Teufelshöhle zu sehen. Zur Zwergeiche führt der Zwerg-Pfad mit schönen Holzfiguren. Am rechten Ufer sind der Silmacu-Felsen mit seinen Höhlen und 100 m vom Ufer entfernt der große Stein von Silmaci zu finden. Am linken Ufer der Salaca kann man die große Kuhhöhle entdecken.

In Mazsalaca befinden sich auch bedeutende Baudenkmäler, wie der Gutshof Waltenberg mit Park und die St.Anna Kirche mit einem wertvollen Altar. Das Kulturhaus Mazsalaca dient den Einwohnern der Stadt und ihrer Umgebung als Begegnungszentrum. Hier hat auch die Volksmusikgruppe Nordvizeme "Klabatas" ihr Zuhause gefunden. Über 300 Einwohner der Stadt wirken mit in 22 Laiengruppen, z.B. im gemischten Chor "Salaca", in Tanzgruppen , im Blasorchester, im Amateurtheater. Im Wesentlichen ist die Stadt Mazsalaca landwirtschaftlich geprägt. Daneben bieten eine Fischfabrik und kleinere Handelsunternehmen gute Arbeitsplätze.

Die Stadt Mazsalaca pflegt partnerschaftliche Beziehungen mit der Stadt Harsewinkel im Kreis Gütersloh.
Stadt Rujiena nach oben  
Fläche - 18 qkm
Einwohner - 3700
Rujiena ist eine Stadt, die am weitesten im Norden Lettlands liegt. Es ist eine schöne Stadt, in der 95% der Bevölkerung Letten sind. Ihren Namen erhielt die Stadt von dem durch den Ort fließenden Fluss Ruja, dessen Name wahrscheinlich vom estnischen Wort "ruhi" - Trog, Einbaum, abstammt. Der Fluss Ruja war früher ein bedeutender Wasserweg von Livonia. Das Gebiet Rujiena befand sich im estnischen Land Sakala. Rujiena hat eine reiche Geschichte. Früher wurde dieses Gebiet die "Kornkammer" Vidzemes genannt. Russische Fürsten trugen Gewänder aus Stoffen, gewebt von Webern, die in Rujiena ansässig waren. In der Nähe des heutigen Rujiena befand sich im 13.Jahrhundert die Burg von Poltava, die seit Anfang des 14. Jahrhunderts Sitz der deutschen Feudalherren war. Um diese Burg entwickelte sich die Siedlung. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann Rujiena sich schnell zu entwickeln. 1897 wurde die erste Schmalspurbahnlinie Valka-Rujiena-Pärnu eröffnet. 1920 wurde Rujiena das Stadtrecht verliehen. Die Einwohner von Rujiena haben sehr früh erkannt, dass man nur im friedlichen Miteinander und mit gemeinsamer Arbeit etwas erreichen kann. Das hat zur Gründung vieler Vereine geführt. Die Eintracht und die Liebe zu ihrer Stadt haben die Einwohner von Rujiena von jeher verbunden. Eine bedeutende Rolle hat in Rujiena stets die Bildung gespielt. Die Kunstschule und eine Musikschule genießen einen guten Ruf.

Der Stolz der Stadt sind drei Denkmäler von K.Zemdega: "Trompetenbläser von Rujiena", "Säer" und "Madonna Orans". Ein wichtiges Baudenkmal ist die St. Bertulis Kirche. Lohnenswert ist ein Besuch des Heimatmuseums mit einem Ausstellungsraum, in dem ständig Arbeiten des Künstlers A.Strauja zu sehen sind. In Rujiena wird leckeres Eis produziert, in der Bäckerei Liepkalni schmackhaftes Brot aus lettischem Korn gebacken. In der Umgebung befindet sich die Wassermühle Imanta mit einem herrlichem Damm. Sehenswert sind Gebäude, die beispielhaft sind für die Architektur des freien Lettlands und auch die Brücke, die beide Teile der Stadt verbindet. Rujiena als eine Kleinstadt wird geschätzt wegen ihrer Ruhe und Stille, ihres Dialekts und wegen ihrer kleinen, aber gemütlichen Geschäfte und Lokale, die Gelegenheit geben, etwas Leckeres zu genießen oder freundliche Menschen zu treffen.

Die Stadt Rujiena pflegt freundschaftliche Beziehungen mit der Gemeinde Steinhagen im Kreis Gütersloh.
Gemeinde Berzaine nach oben  
Fläche - 55,4qkm
Einwohner - 695
Die Gemeinde Berzaine befindet sich im Flachland Burtnieki des Tieflandes Talava. Die Gemeinde ist reich an Seen: Ziluža See, Saules See, Velna See (fast bewachsen) und wird vom Bach Briede durchflossen. Zum ersten Mal wurde der Name Berzaine im Jahre 1927 erwähnt, als die Landeswehr am neuen Gutshof Burtnieki das erste Haus als ihren Standort in Lettland gebaut hat. Dieses repräsentative Haus wurde Berzaine genannt, weil zum Gutshof eine Birkenallee führte (lettisch "berzs", deutsch "Birke"). Heutzutage befindet sich in diesem Gebäude das Gemeinschaftshaus von Berzaine. Die bedeutenden natur- und kulturhistorischen Objekte sind der große Stein Davini, die alten Grabstätten Davini-Norieši, Purmali, Saulieši. Die Gemeinde verfügt über eine Hauptschule. Die Hauptquelle der Einkommen ist die Landwirtschaft. Es gibt zahlreiche große und kleine Bauernhöfe. Manche planen, sich in Zukunft dem Landtourismus zu öffnen. Zur Freizeitgestaltung bietet sich ein Besuch des Hirschgartens oder Golfen auf dem Bauernhof "Zemeles" an. Auch eine Bibliothek steht zur Verfügung.
Gemeinde Brenguli nach oben  
Fläche - 99,55 qkm
Einwohner - 987
Die Gemeinde Brenguli befindet sich am linken Ufer der Gauja. Durch die Gemeinde fließt ein Nebenfluss der Gauja - der Abuls, an dessen Ufer sich die schönsten Plätze der Gemeinde befinden - das Tal Tilgali, die Felsen Spreni, der Stein Upmali, die Ulme Abullaci. In der Gemeinde haben seltene Vögel ihr Zuhause gefunden, wie die schwarzen Störche und die Kraniche. Ein sehenswertes Bauwerk ist der vor mehr als 200 Jahren gebaute Blockbau Zvejnieki. Zu den bedeutendsten kulturhistorischen Objekten der Gemeinde gehören das Vereinshaus und der Gutshof Jaunbrenguli. Eine Chronik berichtet, dass 1474 der Boden um diesen Ort an einen Herrn Indrikis von Wrangel verpachtet wurde. Sein Name wurde auf das Gut und den Ort übertragen. Brenguli gehörte zum Gebiet Trikata, das seit 1725 dem Rittertum Vidzeme angehörte. 1788 wurde der Gutshof Brenguli geteilt; es entstanden Jaunbrenguli (Kapitän Osten-Sacken bekam es geschenkt von der russischen Kaiserin Katharina II) und Vecbrenguli.

Die Grundschule Brenguli wurde 1992 gegründet. Im Kulturhaus üben der gemischte Chor und die Jugendtheatergruppe, die dort auch ihre Auftritte haben. Bibliotheken gibt es in Brenguli und in Cempi. Brenguli ist ein idealer Ort, um schöne Radtouren zu unternehmen. Erwähnenswert sind die Brauerei Abuls, die ein schmackhaftes Bier braut und ein sehenswertes, restauriertes Wasserkraftwerk. Als Unterkunft bietet sich das Gästehaus "Jaundzervites" (Partyraum für 80 Personen, Sauna, Tennisplatz) an.
Gemeinde Burtnieki nach oben  
Fläche - 187,29 qkm
Einwohner - 1742
Die Gemeinde Burtnieki, die vor mehreren Jahrhunderten ein großes Territorium um den Burtnieku-See besaß, wurde zum ersten Mal in der livländischen Chronik von Indrikis erwähnt. In den historischen Urkunden ist Burtnieki erstmals 1366 genannt. Die Gemeinde befindet sich im Flachland Burtnieki des Tieflandes Talava. Der Burtnieku See ist der fünftgrößte See in Lettland. Seine Ufer sind niedrig, sumpfig, nur im Süden findet man bis zu 18 Meter hohe Sandsteinfelsen. Der See ist reich an Fischen. Der von Baron J.F.von Schröder in den 60-ger Jahren des 19. Jahrhunderts eingerichtete, gepflegte Park lädt zum Spaziergang ein.

Die wichtigen Baudenkmäler sind die Burgruinen, das Burtnieki Gut, die evangelische Kirche, das Pastorenhaus, das Tor des alten Friedhofes und die Leichenhalle, der Bauernhof "Zakiši" und das Vereinshaus "Miernams". 1685 wurde die Schule von Burtnieki unter den ersten fünfzehn Landschulen Lettlands erwähnt. Heute gibt es in der Gemeinde eine Mittelschule. Im Kulturhaus proben der Chor "Beverina", die Jugendtanzgruppe und hier trifft sich der Frauenclub. Bibliotheken findet man in Burtnieki und in Penci. Sehenswert ist das in der alten Briede-Kneipe eingerichtete Museum für Pferdezucht. Die Gästehäuser "Krastmali", "Enksare" sowie das Gästehaus des Gestüts Burtnieki und der Campingplatz "Ezerpriedes" heißen die Gäste willkommen. International bekannt ist das Gestüt von Burtnieki, das 1974 als Rassegestüt anerkannt wurde. Hier werden Reitpferde gezüchtet. 1987 wurde das Gestüt Burtnieki zum Staatlichen Gestüt ernannt, neue Ställe und eine Reitsporthalle wurden gebaut. Bei den Olympischen Spielen in Sidney hat die deutsche Dressurmannschaft mit einem in Burtnieki gezüchteten Pferd eine Bronze- und eine Goldmedaille gewonnen.
Gemeinde Dikli nach oben  
Fläche - 156,6 qkm
Einwohner - 1376
Die Gemeinde Dikli befindet sich in Südwesten des Kreises Valmiera auf der Hochebene Idumeja. Der Ursprung von Dikli ist in der Umgebung des Grebu Schlossberges und des Blodas-Hügels zu suchen. Der Schlossberg ist heute eine heilige Stätte. 1993 hat der Bildhauer Bertulis Buls dem Schlossberg die Skulptur "Hirtenjunge" geschenkt. Dikli ist ein seit uralten Zeiten besiedelter Ort. Der Beweis dafür sind die alten Grab- und Kultstätten: die Grabstätten Budenbrock, Lapurga, Rožkalni und der Schlossberg Lapurga.

Im Gutshof Dikli - ein ausdruckvolles Baudenkmal des Neobarocks mit Mansardendach - haben verschiedene Familien gewirtschaftet, die die Namen Palen, Levenolden, Tiesenhausen, Bennefeld und Wolf trugen. In der Getreidedarre des Gutshofes haben die Bauern 1818 das erste Theaterstück in der lettischen Sprache aufgeführt, und zwar "Die Räuber" von Friedrich Schiller. Nach der Verstaatlichung des Gutshofes wurden in diesem Haus ein Kinderhaus, ein Sanatorium und ein Krankenhaus für Traumatologie untergebracht. Heute ist das Haus wieder in Privateigentum. Zum Gutsensemble gehört auch der 2 ha große Dikli Park. Die Kirche wurde 1722 erbaut. In der Kirche gibt es prächtige Schnitzwerke im Barockstil - Altar (1698) und Kanzel (1699) der Bildhauer J.D.Šauss und A.H.Konciuss.

Der Neikena-Hügel ist ein Ort, in dem 1864 das erste lettische Sängerfest stattfand; heute ist hier eine Gedenkstätte für den Autor A.Zelcs eingerichtet. Eine Ausstellung im Rathaus erinnert an dieses Sänger-Fest. In Dikli befinden sich eine Hauptschule, eine Sonderschule und eine Vor- und Grundschule. In den historischen Räumlichkeiten des Kulturhauses, deren Renovierung von der niederländischen Julian-Stiftung getragen wurde, ist 2002 eine Ausbildungsstätte für Familien eröffnet worden. Das Gästehaus Saulgoži lädt die Gäste zum Verweilen ein.
Gemeinde Ipiki nach oben  
Fläche - 67,4 qkm
Einwohner - 390
Die Gemeinde befindet sich im Norden des Kreises Valmiera an der lettisch-estnischen Grenze. 1999 wurde an der Grenze die Statue "Die weißen Nächte" des Bildhauers Vilnis Titans errichtet. Durch die Gemeinde Ipiki führt eine Hauptstraße, die die Gemeinde in südlicher Richtung mit der Stadt Rujiena und weiter mit der Kreisstadt Valmiera verbindet. Nach Norden führt die Straße nach Estland. Die Straße hat eine große Bedeutung für die Entwicklung der Wirtschaft in der Gemeinde und des Handels zwischen Lettland und Estland überhaupt. Die Gemeinde ist reich an Wäldern.

Die wichtigsten Baudenkmäler der Gemeinde sind die alten Friedhöfe Kirbele und Veckabuli, der Mera-Hügel und der Grenzstein der sieben Gutsverwalter. In der Gemeinde befindet sich das Geburtshaus-Museum des estnischen Mythologen R.Seppa. Der erste lettische Botschafter K.Zarinš wurde in Ipiki geboren und der bekannte lettische Schauspieler Harijs Liepinš hat seine Kindheit hier verbracht. Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind die Landwirtschaft und der Forstbetrieb. Seit jüngster Zeit werden als Alternativprodukte der Landwirtschaft Gemüse, Obst und Erdbeeren angebaut. Auch die Imkerei hat eine große Bedeutung. Einzelbauernhöfe haben sich auch auf Milchwirtschaft und die Haltung von Schlachtvieh spezialisiert.
Gemeinde Jeri nach oben  
Fläche - 124,8 qkm
Einwohner - 1482
Dort, wo früher die vier Landgüter Jeri, Hensel, Oleri und das Gut Paipusu standen, die 1638 in historischen Urkunden als größte Güter dieses Gebietes erwähnt wurden, hat sich die Gemeinde Jeri gebildet. Sehenswert ist das Herrenhaus des Oleri-Gutes, wo Fragmente der Malerei aus dem 18.-19.Jahrhundert zu sehen sind. Im Gut Oleri finden regelmäßig verschiedene Veranstaltungen und Konzerte statt. Die Landschaft in der Gemeinde Jeri ist hügelig. Umgeben sind die ehemaligen Güter mit schönen Parkanlagen. Neu ist der dendrologische Park der Jeru-Schule als Fortsetzung des Parkes des Guts Hensel. In der Gemeinde gibt es zwei Hauptschulen. In der Freizeit kann man in der Theatergruppe oder im Musikensemble mitwirken. Getreide- und Kartoffelanbau, Milchwirtschaft und Haltung von Schlachtvieh prägen die Landwirtschaft.
Gemeinde Kauguri nach oben  
Fläche - 8891,2 ha
Einwohner - 1562
Die Gemeinde Kauguri liegt am linken Ufer der Gauja. Fast das ganze Gemeindegebiet ist Flachland, nur der südlichste Teil der Gemeinde ist hügelig. Durch die Gemeinde fließen zwei Bäche, die Miegupite und die Viltums. Es sind Nebenflüsse der Gauja. In der Gemeinde werden Ton, Kies, Sand, Torf und auch Mineralwasser gewonnen. Der Sand wird zur Glasproduktion verwendet. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind der Schlossberg Peka und die alten Grabstätten Avotini und Beiti. Sehenswert sind auch das restaurierte Herrenhaus von Murmuiža und die alte Mühle. In der Gemeinde Kauguri sind der bekannte lettische Sprachwissenschaftler J.Endzelins und der Heimatkundler H.Enzelinš geboren.

Es gibt in der Gemeinde eine Hauptschule und einen Kindergarten. Im Kulturhaus haben das Amateurtheater und die Folklore-Gruppe "Pasacina" ihr Zuhause. 1930 wurde in Murmuiža die Volksuniversität durch die Schriftstellerin Zenta Maurina und dem Musiker und Landwirt Pauls Petersons gegründet, die ihre Tätigkeit im Jahre 1988 wiederaufgenommen hat. Sie wird von der Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin Ingrida Sokolova geleitet. Die Einwohner der Gemeinde sind überwiegend in der Landwirtschaft und in der Holzverarbeitung tätig. Der beliebteste Ort für Touristen ist das Sportzentrum "Baili" mit Ski-Slalom-Möglichkeiten. An Ort und Stelle kann man sich die notwendige Sportausrüstung ausleihen. Das Sportzentrum bietet auch Übernachtungsmöglichkeiten an.
Gemeinde Koceni nach oben  
Fläche - 184,81 qkm
Einwohner - 3108
Die Gemeinde Koceni befindet sich im malerischen Gauja-Tal. Im nordwestlichen Teil der Gemeinde erhebt sich der Zilaiskalns (der blaue Hügel) - eine heilige Stätte und zugleich die höchste Erhebung Nordvidzemes. In der Gemeinde befinden sich mehrere Stauseen - die Mühlenseen Brandeli und Mujani, der Vikvenu-See sowie sechs Teich-Kaskaden aus früheren Zeiten und zwei später angelegte Teiche - der große und der kleine Ansis. Der Quelle Polbrenci spricht man eine heilende Kraft zu. Die Gemeinde Koceni wurde aus den drei Gemeinden Koceni, Kiegeli und Mujani gebildet. Die Gemeinde Kiegeli entstand in der Sowjetzeit. Die wichtigsten Baudenkmäler der Gemeinde sind die Burg Mujani und die Kirche Rubene, die unter Denkmalschutz stehen.

In der Gemeinde gibt es zwei Hauptschulen und zwei Kindergärten. Es wird in der Gemeinde sehr viel Sport getrieben. Rubene verfügt über eine neue Sporthalle, in der hauptsächlich Floorball gespielt wird. Während 2002 die Frauenmannschaft den dritten Platz in Lettland errungen hat, gewannen die Männer die lettische Meisterschaft in dieser Sportart. Auf dem Gemeindegebiet befindet sich auch die älteste Motorcross-Strecke, wo jedes Jahr der Gauja-Cup stattfindet. Auch die Euro-Radtour Valmiera-Cesis führt durch die Gemeinde. Im Jahr 2000 wurde Koceni zur schönsten und gepflegtesten Gemeinde in Vidzeme ernannt. In der Wirtschaft der Gemeinde spielt die Transportfirma VTU Valmiera (Beförderung von Fahrgästen im Inland und ins Ausland) eine große Rolle. Zu finden sind außerdem auch landwirtschaftliche Betriebe und Lebensmittelunternehmen. Langsam entwickelt sich auch der Landtourismus. Eine alte Tradition hat die Pferdezucht, die erfolgreich durch das Gestüt von Koceni betrieben wird.
Gemeinde Koni nach oben  
Fläche - 8826,4 ha
Einwohner - 845
Die Gemeinde liegt nördlich der Stadt Rujiena. Die höchste Erhebung der Gemeinde ist der Konu-Hügel. Die Landschaft ist sehr unterschiedlich, teilweise eben, teilweise hügelig. Durch die Gemeinde fließt die Ruja mit ihren Nebenbächen. Sehenswert sind als archeologische Baudenkmäler die alten Grabstätten und als kunsthistorische Objekte die Güter Dikeri und Koni, die Schmiede Erini, die Wassermühle Koni, der Friedhof des Barons Diker, der Judenfriedhof und die Kneipen Koni und Lepi. In der schönen Koni-Mühle wird Korn gemahlen und Wolle verarbeitet. Im Rahmen einer Führung durch die Mühle kann man den Prozess von der Rohwolle bis zu einer Wolldecke verfolgen. Die Mühle bietet sich auch als Erholungsort an. Koni verfügt über eine Hauptschule, ein Kulturhaus und eine Bibliothek. In Erini ist Motorsport im Gelände möglich. Die wichtigsten Zweige der Wirtschaft sind der Getreideanbau, die Viehzucht, die Forstwirtschaft und die Holzverarbeitung.
Gemeinde Lode nach oben  
Fläche - 63,81 qkm
Einwohner - 421
Die Gemeinde Lode wurde erstmals 1504 erwähnt. Sie umfasst das Territorium der Güter Arakste und Lode. Die Landschaft ist malerisch. Durch die Gemeinde fließen der Fluss Ruja und zahlreiche kleinere Bäche. Der Langu-See ist der sauberste See Lettlands. Sehr sehenswert sind die Siedlung Kalnalammiki und ein Opferstein als heilige Stätte sowie Ställe und die Kornkammer des Gutes Arakste. Besichtigt werden können auch alte Grabstätten als Denkmäler der Kulturgeschichte. Die unter Naturschutz stehenden Parks von Lode und Arakste laden zu einem Spaziergang ein. Die Einwohner der Gemeinde sind vorwiegend mit der Landwirtschaft tätig.
Gemeinde Matiši nach oben  
Fläche - 80 qkm
Einwohner - 1090
Matiši wurde erstmals 1678 erwähnt. Die Hauptsehenswürdigkeit der Gemeinde Matiši ist die im Jahre 1687 nach den Entwürfen des deutschen Architekten "Bindenschuh" erbaute evangelische Kirche. Architekt Bindenschuh hat auch den Turm der Petrikirche in Riga entworfen. Die Kirche in Matiši verfügt über einen sehr schönen Altar. Sehenswert sind ferner die roten Ziegelgebäude aus dem 19. Jahrhundert im Zentrum des Ortes und das Gut Bauni mit seinen schönen Parkanlagen.

In Matiši, an der Straße Valmiera-Mazsalaca gelegen, befindet sich die größte Storchkolonie im Baltikum. In der Gemeinde gibt es eine Hauptschule, ein Kulturhaus und eine Bibliothek. Eine wesentliche Rolle in der Entwicklung der Gemeinde spielt der nahegelegene Burtnieku-See. Die Gemeinde bietet mehrere Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten an. Als Sportstätten stehen ein Fußball- und ein Volleyballplatz zur Verfügung sowie eine Sporthalle und eine Bootsstation. Ein Naturlehrpfad ist ebenfalls vorhanden. Das Gästehaus Saulites bietet einen guten Service. Die Einwohner der Gemeinde sind überwiegend in der Landwirtschaft tätig.
Gemeinde Naukšeni nach oben  
Fläche - 192,34 qkm
Einwohner - 1696
Der größte Teil der Gemeinde liegt im Flachland Burtnieki, nur im Norden ist es hügelig. Die Gemeinde bietet eine schöne Landschaft mit vielen Wäldern und Sümpfen. Die größten Flüsse der Gemeinde sind die Ruja und die Seda. Zwei Teichanlagen dienen der Fischzucht. Die ersten Angaben von Naukšeni stammen aus der Livländischen Ordenszeit, als es hier das Gut Schwarzenbrunn gab. Heute ist das Gut Naukšeni als bedeutendstes Baudenkmal zu sehen. Das Gutsschloss ist ein hervorragendes Beispiel des späteren Klassizismus. Der Schlosspark von Naukšeni steht unter Naturschutz. Neben dem Gutsschloss sind als interessante Sehenswürdigkeiten das Gut Nurmi, die evang.Kirche Piksari, der Schlossberg Kabele, die Mühle Jeci mit Park und einem einzigartigen Pfad erwähnenswert.

Naukšeni verfügt über eine Mittelschule und eine Sonderschule für schwererziehbare Mädchen. Das wirtschaftliche Leben der Gemeinde wird seit Jahrzehnten geprägt durch einen landwirtschaftlichen Großbetrieb, der überaus erfolgreich durch Volkswirt Visvaldis Skujinš verwaltet wurde und noch heute sehr erfolgreich ist. Die wichtigsten Wirtschaftszweige der Gemeinde sind die Holzindustrie und die Landwirtschaft (Getreideanbau, Viehzucht). Hier werden das Mineralwasser Valmiera sowie verschiedene Malzgetränke hergestellt. Vornehmlich für die Ölproduktion werden Raps, Kümmel und Leinen angebaut. In der Gemeinde befindet sich auch die einzige Produktionsstätte für Biodiesel Lettlands.
Gemeinde Ramata nach oben  
Fläche - 171,35 qkm
Einwohner - 600
Die Gemeinde Ramata befindet sich im nördlichen Teil des Kreises Valmiera an der estnischen Grenze. Ein wesentlicher Teil des Gemeindegebietes besteht aus Sümpfen, und zwar aus den Sümpfen Saklaura-Olla, Keseli, Ramata, Kogulpete, Pece und Kundzini. Einen Teil des Territoriums umfasst das Naturschutzgebiet mit dem Namen "Die Sümpfe von Norden". Hier kann man eine umfangreiche und vielseitige Tier- und Pflanzenwelt und eine schöne Landschaft vor allem entlang der Flüsse Ramata und der Salaca erleben, die durch die Gemeinde fließen. Die Salaca ist der schönste Fluss Vidzemes. Sehenswert sind vor allem die interessanten Steine - der große Stein Ramata und der Stein Teufelskutsche. In der Gemeinde befinden sich zwei Seen - der Ramata Lielezers (manchmal auch der Reikulis See oder der Puikulis See genannt), der mit einem kleineren See verbunden ist - der Mazezers. Zwischen beiden Seen erhebt sich ein sandiger Hügel, bewachsen mit Kiefern und Wacholdern. Die Einwohner von Ramata sind stolz auf die Licu-Schule in ihrem Ort, das Musikzentrum des lettischen Komponisten Raimonds Pauls, in der jährlich mehrere Veranstaltungen stattfinden. Im wirtschaftlichen Leben der Gemeinde spielt die Holzverarbeitung eine wichtige Rolle.
Gemeinde Renceni nach oben  
Fläche - 158,87 qkm
Einwohner - 1854
Durch den nördlichen Teil der Gemeinde, in der es mehrere kleinere Seen gibt, fließt die Seda. Wegen des schlechten Abflusses haben sich hier Torfboden und Sümpfe gebildet. Die höchsten Erhebungen der Gemeinde sind Ragankalns, Maizpelkalns, Bumbura Hügel, Karatkalninš, Bullu Hügel. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind das Geburtshaus von Emils Melderis, das Gutsschloss Renceni und das Herrenhaus des Gutes Sauli. Beachtenswert sind auch die großen Steine: der Stein Renceni (31m3) und der Stein Abeli (37m3). In Renceni gibt es eine Hauptschule. Im örtlichen Kulturhaus treffen sich und üben die Folkloregruppe, das Vokalensemble und die Tanzgruppen für Erwachsene und für Kinder. Unter Motorsportlern sind die aus Renceni stammenden Brüder Traubergi sehr bekannt, die auf europäischer Ebene sehr erfolgreich waren. In Renceni wird Kinderspielzeug aus Holz angefertigt. Neben der Landwirtschaft, die im wesentlichen aus Gemüseanbau, Milchwirtschaft und Viehzucht besteht, werden Sand und Kies abgebaut.
Gemeinde Skankalne nach oben  
Fläche - 112,07 qkm
Einwohner - 916
Die Gemeinde Skankalne befindet sich im nordwestlichen Teil des Kreises Valmiera. Die ersten Angaben zu der Gemeinde stammen aus dem Jahre 1701. Die Gemeinde wurde aus den zwei Gemeinden Skulbergi und Ate gebildet. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die alte Grabstätte Jaunvikšeni, der Schlossberg Skankalne und der Schlossberg Vikšeni, die orthodoxe Kirche und die Grube Mühle. In Skankalne gibt es eine Kunstschule, eine Tanzgruppe und eine Kinder-Popgruppe. Die Kulturveranstaltungen von Mazsalaca finden im Sommer auf dem Schlossberg Skankalne statt. In der Gemeinde gibt es viele Bauernhöfe, aber auch die Holzverarbeitung bietet gute Arbeitsplätze.
Gemeinde Seli nach oben  
Fläche - 61,5 qkm
Einwohner - 599
Seli wurde erstmals 1382 erwähnt. In der Gemeinde befinden sich drei Güter, das Gut Idus, das Gut Pantene, gegründet während der livländischen Ordenszeit, und das Gut Seli, gegründet um 1561. Alle drei Güter sind umgeben von sehr schönen Parks. Interessante Sehenswürdigkeiten sind der Teufelsstein, auf dem Fußabdrücke von sieben Schafen zu sehen sind, und die Teufelseiche mit einem Umfang von 5 m. Eine Sage berichtet, dass der Teufel das Gold eines Hausherrn in dieser Region bewacht habe. Interessant ist die Quelle Pantene mit einem kleinen Wasserfall. An der ehemaligen Idu-Schule befindet sich eine Gedenkstätte für die im Jahre 1919 gefallenen Soldaten. Die Gemeinde Seli ist stolz auf ihre Pflanzen- und Tierwelt. Hier trifft man seltene Vogelarten, wie z.B. Uhus, schwarze Störche, Schnarren, Doppelschnepfen, Auer- und Birkhähne. Die Einwohner der Gemeinde, in der es eine Vor- und Grundschule gibt, sind überwiegend in der Landwirtschaft und Holzverarbeitung tätig.
Gemeinde Vaidava nach oben  
Fläche - 71,88 qkm
Einwohner - 1200
Die Gemeinde Vaidava wurde 1894 aus dem Zusammenschluss der Gemeinden Podzeni, Velki, Brinki un Vaidava gebildet. 2/3 des Territoriums der Gemeinde liegt im Nationalpark Gauja. Am 22 Meter hohen Ufer des Vaidava-Sees befindet sich der Schlossberg Vaidava. Einige Historiker behaupten, auf dem Schlossberg habe die Burg Beverina gestanden. Die Sehenswürdigkeiten der Gemeinde sind die Patkula Höhle (Länge 30 m), die Striku Höhle (Länge 50 m), das Gut Vaidava, die schwedische Kiefer und Sietiniezis, ein Sandsteinfelsen. Der Vaidava-See ist weithin sehr beliebt. Es gibt einen schönen Strand, eine Freilichtsbühne; am See kann man zelten und beim Lagerfeuer träumen. Die Schönheit der Natur läßt sich genießen, wenn man den Milestibas taka (Liebespfad) entlang geht. Die Gemeinde Vaidava verfügt über ein Kulturhaus mit einem großen Zuschauerraum (350 Plätze), eine Hauptschule mit großer Sporthalle und eine Sonderschule. Auf dem Bauernhof "Melderi" sind alte landwirtschaftliche Technik und andere Dinge zu sehen. Die Töpferei Rebeka mit ihren Keramikartikeln ist sehr beliebt. Der wichtigste Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft, die sich auch in Richtung Landtourismus entwickelt.
Gemeinde Valmiera nach oben  
Fläche - 101 qkm
Einwohner - 3158
Die Gemeinde Valmiera besteht aus fünf Orten: Valmiermuiža, Vanagi, Rupnieki, Sipi und Viestura laukums. Das wichtigste Baudenkmal der Gemeinde ist der Gutshof Valmiermuiža; wertvoll sind die Decken- und Wandmalereien des Gutes. Landschaftliche Schönheiten sind der Iršu-Park und der Rieteklis Wacholder. Im Haus "Dalini" hat der berühmte lettische Leichtathlet, der Geher Janis Dalinš gewohnt. Viele bekannte Persönlichkeiten, wie die Dichter J.Rugens und Rieteklis, der Künstler T.Uders, General und Oberbefehlshaber der lettischen Armee, D.Simansons, und der Heimatkundler V.D.Balodis stammen aus dieser Gemeinde. Zwei Tanzgruppen, einem Puppentheater und einem Folkloreensemble steht ein schönes Kulturhaus zur Verfügung. Die größten Unternehmen der Gemeinde sind Firmen der Bauwirtschaft und der Holzverarbeitung. Auch die Landwirtschaft spielt hier eine wichtige Rolle, insbesondere der Getreide- und Gemüseanbau sowie die Milchviehzucht.
Gemeinde Vecate nach oben  
Fläche - 89,7 qkm
Einwohner - 604
Die ältesten Angaben über die Gemeinde geben die archeologischen Forschungen in der Fischersiedlung und auf dem Gräberfeld. Diese Fischersiedlung wurde seit dem 7 Jh.v.Ch. bewohnt. Das Gräberfeld ist eines der größten seiner Art aus der Steinzeit in Nordosteuropa. Gepflegt wird in dieser Gemeinde die heilige Eiche Tutere. Diese alte etwa 1000 Jahre alte Eiche war eine der letzten Opfereichen unserer Vorfahren und hatte einen Umfang von 10,5 m. Im Jahre 1967 ist der Baum abgebrochen. Auf seinem Baumstumpf wurde eine neue Eiche gepflanzt, so dass im Laufe der Jahre um diese alte Eiche ein Eichenhain entstanden ist. Die schönsten Plätze der Gemeinde liegen am malerischen Burtnieku-See. Zwei Bootsstationen verleihen Boote für eine Fahrt über den großen See. Die Torfverarbeitung ist der wichtigste Industriezweig in der Gemeinde.
Gemeinde Vilpulka nach oben  
Fläche - 88,47 qkm
Einwohner - 747
Die Gemeinde Vilpulka erstreckt sich über die ehemaligen Grundstücke der Güter Terneja, Jurata, Virkene und Erini. Durch die Gemeinde fließen mehrere Flüsse und Bäche - Ruja, Pestava, Palmute, Virkupite, Kranupite, die dem Salaca-Becken angehören. Vor dem Gut Virkeni befindet sich ein Park mit verschiedenen Bäumen und Pflanzen. 1921 wurde das Gut dem landwirtschaftlichen Verein von Rujiena übergeben, damit dort eine Landwirtschaftsschule eingerichtet werden konnte. Heute ist hier die Berufsschule von Rujiena untergebracht, das auch über eine Sporthalle verfügt, die von den Einwohnern sehr intensiv in Anspruch genommen wird. Daneben gibt es auch eine Grundschule in der Gemeinde. Vilpulka pflegt eine gute Zusammenarbeit mit den estnischen Städten Möisaküla, Karksi-Nuia und Viljandi.
Gemeinde Zilaiskalns nach oben  
Fläche - 29,41 qkm
Einwohner - 860
Die Gemeinde Zilaiskalns wurde Ende der 50-iger Jahre gebildet, als im sumpfigen Gelände der Gemeinde Torfvorräte entdeckt worden waren. Es entstand eine Torffabrik, mit der die ersten Wohnhäuser für die Mitarbeiter gebaut wurden. Mit der Ansiedlung der Menschen errichtete die Gemeinde seinerzeit eine achtklassige Schule und ein Krankenhaus. Beide Einrichtungen existieren nicht mehr. Heute verfügt die Gemeinde nur noch über eine Grundschule. Anfang der 80-iger Jahre entstand eine Produktionsstätte für Melasse. Seit 1997 befindet sich in den Räumlichkeiten ein holzverarbeitender Betrieb. Durch die Gemeinde fließt der Fluss Briede. In den Sümpfen lebt ein sehr seltenes Tier, das auch unter Naturschutz steht - die Sumpfschildkröte. In der Gemeinde Zilaiskalns hat eine Frau namens Marta gewohnt, die Heilkraft besessen haben soll. Die Einwohner erzählen, dass sie diese Heilkraft vom Hügel Zilaiskalns empfangen habe.
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